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Das Mittlere Werratal

Zwischen Hessen und Thüringen, umringt von Hainich, Thüringer Wald, Richelsdorfer Gebirge und den Ausläufern der Thüringer Rhön liegt das Mittlere Werratal. Von vielem umgeben, aber nicht eingeengt, fließt darin die Werra in ihrem mittleren Lauf durch geschichtsträchtiges Land.

Viel ist geschehen und mancher große Name mit dieser Gegend verbunden, die mal lieblich-hügelig, mal schroff-fels bewehrt dem Fluss den Weg nach Norden weist. Die Stille von gelassenem dahin fliesen wechselt mit dem tiefgründigen Gurgeln der Stromschnellen. So antwortet auch der Fluss dem Land zu beiden Ufern und allem, was darauf lebt oder seines Weges zieht. Das eine passt so zum anderen, und es entsteht das, was Romantiker - Harmonie der Dinge - nennen. Große und kleine Taten und Ereignisse ziehen sich wie eine Perlenkette durch die Zeit. Sei es der Sängerkrieg auf der Wartburg von 1206, seien es Johann Sebastian Bach im nahen Eisenach oder Michael Praetorius in Creuzburg, die der Musik bis in die Gegenwart eine neue Dimension verliehen. Seien es die Heilige Elisabeth und Martin Luther, die dem humanitären und religiösen Denken und Handeln bis heute neue Kraft und Richtung gaben.

Aber auch allen ungenannten sei hier gedacht, die über Jahrhunderte aus Einsiedeleien Dörfer und Städte machten, wie wir sie heute im Mittleren Werratal entdecken und erleben können. Es liegt nun bei Ihnen herauszufinden, ob die erwähnte Harmonie die Menschen dieser Gegend seit Jahrhunderten besonders geprägt hat. Wir möchten Sie auf Erkundungstour schicken und Ihnen Lust auf das Mittlere Werratal machen. Seien Sie gewiss es gibt noch vieles mehr zu entdecken!

Am besten Sie kommen uns bald besuchen!

Zeitreise

Wandert man mit dem Finger auf der Landkarte von Treffurt mit der Burg Normannstein aus den Fluss hinauf, geht es an Orten wie Falken, Probsteizella, Frankenroda, Ebenshausen - nahe Nazza mit der Ruine Haineck, Mihla mit rotem und grauem Schloss und Buchenau vorbei. Weiter geht es nach Creuzburg mit der gleichnamigen Burganlage und der Liboriuskapelle an der mittelalterlichen siebenbogigen Werrabrücke. Orte wie Wilhelmsglücksbrunn, Pferdsdorf-Spichra folgen, während der Finger über Hörschel, dem Startpunkt des Rennsteigs weiter nach Neuendorf mit dem neugotischen Schloss von 1864 fährt. Wartha und Göringen sind schnell erreicht. Die Ruine der Brandenburg, hoch über Herleshausen und seinem Schloss Augustenau und dem Nachbarort Lauchröden thronend, weist über Wommen nach Sallmannshausen hin. Weiter über Gerstungen endet die Fahrt hinter Untersuhl mit seiner Rundkirche und Berka/Werra in Dankmarshausen mit dem Blick auf die Weißen Berge des Monte Kali.

Für den Finger war es eine kurze Reise. Mit dem Rad auf dem Werratal-Radweg, in froher Runde wandernd, oder im Kanu mit direkter Werraberührung geht es nicht so schnell dafür aber intensiver und voller Eindrücke. Mit rund 1000 jähriger Geschichte begeistert das Mittlere Werratal groß und klein und macht aus mancher Rad-, Wander- und Kanutour eine Zeitreise in die Vergangenheit. Jede Burgruine erzählt aus der ereignisreichen Vergangenheit und eine Vielzahl historischer Gemäuer sind noch heute von Leben erfüllt und laden ihre Besucher zu musealen oder kulinarischen Streifzügen ein.